Wohnen für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung

 

Kinder mit geistiger Behinderung

In kleinen, überschaubaren Wohngruppen bieten wir Gelegenheit, das Zusammenleben in Gemeinschaft mit anderen einzuüben. Wir verstehen uns als Teil einer lebendigen Gemeinde. Ob beim Bäcker, beim Straßenfest oder im Verein: Unsere Bewohnerinnen und Bewohner gehören in Herxheim einfach dazu. Nur wenige Gehminuten, schon ist man im Ortszentrum mit vielen Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangeboten.

Wir betreuen zurzeit rund 124 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und 18 Jahren. Wenn das Zusammenleben in der Familie für alle Beteiligten nur noch Konflikt und Überforderung bedeutet, kann ein Gespräch mit uns die Lösung sein. Gemeinsam suchen wir nach Perspektiven, die zur Entlastung und Entspannung aller Beteiligten führen können.

Unser Einzugsgebiet sind die Landkreise Südliche Weinstraße, Landau und Germersheim. Darüber hinaus wirken wir am Versorgungsauftrag für das ganze Bundesland Rheinland-Pfalz mit.

 

Das leitet uns

Im Mittelpunkt der Einstellung unserer Erzieher steht der Wunsch, das Leben und die Umwelt für das Kind besser zu gestalten. Unser Handeln und unsere Methoden orientieren sich an der Person, die wir unterstützen, begleiten und fördern. Förderung bedeutet für uns eine helfende und unterstützende Begleitung durch den Alltag hindurch und auf Alltagssituationen bezogen. Wir verstehen den Mensch mit Behinderung als Partner, der innerhalb seiner sozialen Beziehungen wachsen, sich entwickeln und orientieren kann.

Vertrauen und emotionale Sicherheit sind die Basis unserer pädagogischen Grundhaltung. Unser Ziel ist, dass der Mensch mit geistiger Behinderung bei uns ankommt und Heimat erleben kann. Wir wollen Selbständigkeit und ein immer höheres Maß an Freiheit und Verantwortung erreichen. Unsere Mitarbeiter sind gleichfalls als ganzer Mensch anwesend mit ihrem Sachverstand, mit ihrem Herzen und ihren Gefühlen.

 

Aufnahme

Wir nehmen Kinder mit geistiger Behinderung ab dem Schulalter auf.

Zusätzlich zu der geistigen Behinderung können verschiedene Begleitdiagnosen unterschiedlichster Art vorhanden sein. Hierzu gehören unter anderem:

  • Autismusspektrumsstörung
  • Autoaggressionen
  • Fremdaggressionen
  • Psychische Erkrankungen
  • Störungen des Sozialverhaltens

Menschen mit geistiger Behinderung, die zusätzlich noch körperbehindert sind, können nicht aufgenommen werden. Weitere Ausschlusskriterien sind:

  • Massive Epilepsieformen, die eine hohe medizinische Versorgung erfordern
  • Progressive Erkrankungen, die zunehmende medizinische Versorgung erfordern bzw. zu anderen Ausschlusskriterien führen (zum Beispiel Körperbehinderung)
  • Behinderungen, die eine umfangreiche medizinisch-pflegerische Grundversorgung erfordern (zum Beispiel Sondenernährung)
  • Suchterkrankungen zum Beispiel Alkoholsucht bei Jugendlichen
  • Akute psychotische Erkrankungen, die eine stationäre psychiatrische Behandlung erfordern.

 

Wohn- und Lebensräume

Unsere Wohngruppen sind so gestaltet, dass alltägliche familienähnliche Lebenssituationen entstehen können. In lebensnahen Gruppenformen wollen wir soziale Verhaltensweisen und lebenspraktische Selbständigkeit fördern. Das Leben in der Gemeinschaft der Wohngruppe, mit gleichzeitigem Besuch der Förderschule , bietet Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung gute Entwicklungschancen.

Die Wohngruppen besitzen unterschiedliche Beschäftigungsräume mit vielen Möglichkeiten zum Basteln, Musizieren, Spielen, Werken, Toben und Entspannen. Jedem Gruppenhaus ist ein großer Innenhof mit Spielmöglichkeiten zugeordnet. In der weiträumigen Außenanlage befindet sich unter anderem eine große Spielwiese.

Wir bieten insgesamt 16 Wohngruppen an, die sich auf fünf Gruppenhäuser innerhalb unseres Geländes verteilen. Unsere Außenwohngruppe liegt in einem angemieteten Haus in der Ortsgemeinde.