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Stand: 28.08.2015

Pressemitteilung

„Wir sind so bunt wie unser Glaube“

Fronleichnam im CFZ Laurentius und Paulus

Sonnenschirme in allen Regenbogenfarben spendeten Schatten für die zahlreichen Besucher. Zu Füßen des im Hof der Förderschule im Landauer Caritas-Förderzentrum St. Laurentius und Paulus errichteten Altars lag ein von weißen und gelben Blüten gesäumter grüner Rasenteppich. In dessen Mitte prangte das aus weißen, roten und gelben Blütenblättern gebildete Strahlenkreuz, umgeben von bunt bemalten Menschenfiguren und dem Zeichen der Caritas. „Wir sind so bunt wie unser Glaube“, war das Thema des Fronleichnamsfestes, zu dem erstmals die der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Landau angehörenden Gemeinden Mariä Himmelfahrt Queichheim und St. Martin Mörlheim gemeinsam mit dem Caritas-Förderzentrum eingeladen hatten.

Fronleichnam im CFZ Laurentius und Paulus

Das Bunte wurde beim Gottesdienst sichtbar, hörbar und fühlbar und wirkte weiter bei der Prozession und der gemeinsamen Feier. „Ich freue mich, dass heute so viele unterschiedliche Menschen hier sind, um gemeinsam den Gottesdienst zu feiern. Ich finde das richtig gut so“, sagte Pfarrer Daniel Zamilski. „Wir gehören zusammen, gerade an einem Tag, an dem wir die ,communio’, die Gemeinschaft, feiern“. Dem stellte Pfarrer Klaus Armbrust mit der Lesung aus Kapitel 12 des ersten Paulusbriefes an die Korinther das Bild der Christengemeinschaft zur Seite, die einander nötig hat wie die einzelnen Glieder eines Leibes: „Ihr seid aber der Leib Christi und Glieder, ein jeglicher nach seinem Teil“.

Fronleichnam im CFZ Laurentius und Paulus

Die Gemeindereferentin Christiane Dyiecinski interpretierte den Sinn der Fronleichnamsprozession als Möglichkeit, den Glauben öffentlich zu machen. „So können wir ausdrücken, warum wir wirklich glauben. Über unsere Kleidung drücken wir unseren persönlichen Stil aus, aber die bunte Vielfalt unseres Glaubens auszudrücken fällt schwer“, sagte sie mit Hinblick auf ihr schwarzes Gewand. In großer Zahl kamen kleine und große Gottesdienstbesucher ihrer Aufforderung nach, diesem durch Anheften von grünen (für die Hoffnung), roten (Liebe), gelben (Sonne, Zuversicht), blauen (Treue) und orangenen (innere Kraft) Papierstreifen Farbe zu verleihen und spendeten für diese Idee spontanen Beifall. Bunte Bänder trugen auch die Kinder im Vater-unser-Kreis um den Blumenteppich.

Fronleichnam im CFZ Laurentius und Paulus

Nach der kleinen Prozession über das Gelände des Förderzentrums dankte dessen Leiter Thomas Moser, unterstützt von kräftigem Beifall der Besucher, allen Mitwirkenden des Fronleichnamsfestes. „Es gibt kein besseres Beispiel für einen funktionierenden Leib Christi als das, was wir hier gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Kein Glied dieses Leibes ist ersetzbar“, sagte er. Ein besonderer Dank galt der Ideengeberin Nina Lohrbächer-Rock, Mitarbeiterin und Mitglied im Pfarreirat, Alexander Hahn und dem Team von „LiLi - Leben in Landau inklusiv“, den MitarbeiterInnen der Tagesförderstätte und „allen guten Geistern vor und hinter den Kulissen“. Von denen waren etliche an diesem Morgen schon um sieben Uhr und noch bis in den späten Nachmittag im Einsatz.

Fronleichnam im CFZ Laurentius und Paulus

Im Anschluss an den Gottesdienst lud Christel Rother, die Vorsitzende des Gemeindeausschusses Queichheim, die Besucher dazu ein, miteinander zu feiern. Sehr wohlwollend sei die Idee dieses gemeinsamen Fronleichnamsfestes in den Gemeinden aufgenommen worden, berichtete Rother anschließend im Gespräch. Der Platz sei gut gewählt und für die Menschen sowohl aus den beiden Gemeinden als auch aus dem Förderzentrum ein „Ort der Heimat“. „Es tut gut, wenn wir unseren Glauben gemeinsam feiern“, sagte sie und freute sich, dass auch die Bevölkerung diese Idee so gut angenommen hatte. Überrascht von der großen Besucherzahl hatte sich eingangs schon Alexander Hahn gezeigt: „Mit so vielen hatten wir nicht gerechnet“. Dass es dennoch an keiner Stelle zu Engpässen kam, bewies einmal mehr die gut funktionierende Logistik in der Einrichtung.

Wie Judith Roth vom Gemeindeausschuss Mörlheim bekanntgab, ist die Kollekte einem Kunstprojekt zugedacht, das das Caritas-Förderzentrum im September gemeinsam mit Besuchern der Einrichtung und Künstlern erarbeiten und öffentlich präsentieren wird.

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