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Stand: 28.08.2015

Pressemitteilung

Mobil sein und am öffentlichen Leben teilnehmen

Kleinbus-Übergabe Hannelore-Kohl-Stiftung 77Feierliche Übergabe: Gesamtleiter Thomas Moser, Mitarbeiter und Besucher der Tagesstätte freuen sich über das neue Fahrzeug, das die Hannelore-Kohl-Stiftung zum größten Teil finanziert hat. Geschäftsführerin Helga Lüngen von der Hannelore-Kohl-Stiftung (zweite von links) war bei der Übergabe persönlich dabei. Klaus Landry / Caritasverband für die Diözese Speyer

Geschmückt mit roten und weißen Luftballons und Papierketten in schwarz-rot-gold kam der neue Bus laut hupend vor den Eingang der Caritas-Tagesförderstätte Waffenstraße 16, begeistert begrüßt von den Menschen mit Behinderungen, die die Förderstätte besuchen, und auch von den Fachkräften wie Gesamtleiter Thomas Moser und Vera Eschmann, Leiterin der Tagessstätte. Die Luftballons wurden in den Himmel entlassen, die schwarzrotgoldenen Verzierungen blieben dran.

Der Bus wurde weitgehend von der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung finanziert, sie trug 90 Prozent der Anschaffungskosten, das waren 36.784 Euro. Zehn Prozent trug der Caritasverband für die Diözese Speyer als Träger der Einrichtung bei, so bestimmt es die Satzung der Stiftung. Eigens für die Übergabe war auch Helga Lüngen, Geschäftsführerin der Hannelore-Kohl-Stiftung, aus Bonn nach Landau gekommen.

108 Erwachsene mit schwerer und mehrfacher Behinderung besuchen täglich die Förderstätte in Landaus Zentrum, die zum Caritas-Förderzentrum St. Laurentius und Paulus in Queichheim gehört. Darunter sind derzeit sechs Besucher, deren Behinderungen auf Verletzungen des Zentralnervensystems beruhen. "270.000 Menschen erleiden in Jahr eine unfallbedingte Schädelhirnverletzung. Um diesen zu helfen, wurde die nach Hannelore Kohl benannte Stiftung vor 35 Jahren gegründet" sagt Helga Lüngen. Alle Besucher der Tagesförderstätte haben ihre Behinderungen im Lauf ihres Lebens durch Unfall oder Krankheit erworben und sind so aus einem "normalen" Leben katapultiert worden. Sie haben noch Erinnerungen an die Zeit vor diesem Einschnitt, als sie noch arbeiten und am öffentlichen Leben teilnehmen konnten. Das macht es für sie umso schwerer, sich an ihre jetzigen Lebensmöglichkeiten anzupassen Der Bus gibt ihnen nun einen Teil ihrer Mobilität zurück, sei es, um Dinge zu erledigen, aber auch, um zu öffentlichen Veranstaltungen zu kommen.

Kleinbus-Übergabe Hannelore-Kohl-Stiftung_Über eine Rampe in den Bus: Die Besucher der Tagesstätte des Caritas-Förderzentrums St. Laurentius und Paulus probieren gleich das Fahrzeug aus. Klaus Landry / Caritasverband für die Diözese Speyer

Ende Juli 2016 hat Vera Eschmann für die Einrichtung den Förderantrag gestellt, kurz vor Weihnachten 2016 erhielt sie die Zusage, "ein echtes Weihnachtsgeschenk", erzählte sie. Im neuen Jahr suchten und fanden sie den geeigneten Kleinbus, der dann eigens für ihre Bedürfnisse umgebaut wurde. Er hat eine spezielle Ausstattung für Rollstuhlfahrer mit Hebebühne und Rollstuhlsicherungen.

Andrea Dölle (Text) und Klaus Landry (Fotos) für den Caritasverband für die Diözese Speyer



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