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Stand: 28.08.2015

Pressemitteilung

Alle Hilfen auf einen Blick und barrierefrei

Ein neues Angebot zur schnellen, einfachen und zielgerichteten Information zu Angeboten und Beratung für Menschen mit Behinderung und ihre Familien – das ist die Homepage des Eingliederungshilfeverbunds Südpfalz (EGHV). Die unter www.eghv-suedpfalz.de aufrufbare Internetpräsenz wurde am Mittwoch nach Pfingsten in Landau vorgestellt und von Vertretern der an der Entstehung dieses Angebots Beteiligten symbolisch freigeschaltet. Für die Gruppe der Leistungser-bringer, also der Dienste und Einrichtungen der Behindertenhilfe, beteiligte sich der Leiter des Caritas-Förderzentrums St. Laurentius und Paulus in Landau-Queichheim, Thomas Moser, am gemeinschaftlichen Druck auf die überdimensionale „Enter“-Taste.
 

Eingliederungshilfeverbund startet Internetseite

Zu der Feierstunde im Haus am Westbahnhof konnte der Landauer Oberbürger-meister Thomas Hirsch als lokaler Gastgeber rund 40 interessierte und bei den Mit-gliedern des EGHV engagierte Gäste begrüßen. Durch das Programm leitete Christoph Buttweiler, Erster Beigeordneter im Landkreis Germersheim. Er ist der aktuelle Vorsitzende des EGHV, in dem seit 2008 Sozialämter als Leistungsträger in den Kreisen Germersheim, Südliche Weinstraße und der Stadt Landau und Leistungserbringer sowie Interessenvertreter der Menschen mit Behinderung zusammengeschlossen sind. Buttweiler wies auf die Intention der Verbundgründung vor zehn Jahren hin, die damals ein Novum in Rheinland-Pfalz war. Der Verbundmachte sich die Verbesserung von Strukturen und Angeboten der Eingliederungshilfe und damit die Verbesserung der Möglichkeiten zur Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der ganzen Südpfalz zur zentralen Aufgabe.
„Diesem Anspruch dient auch die Entwicklung des neuen Internetangebots, die von der Arbeitsgemeinschaft Interessenvertretung im EGHV initiiert worden ist“, sagte Buttweiler.

Konzipiert ist die Homepage als barrierefreie Informationsquelle - mit Möglichkeiten etwa der Schriftvergrößerung, einer Tab-Steuerung beziehungsweise der Steuerung über Kurzbefehle. Aber auch Inhalte in leichter Sprache anzeigen zu lassen, ist möglich. Sie soll Menschen mit Behinderung und ihren Familien einen schnellen Überblick über passende Angebote und weitergehende Beratungsmöglichkeiten mit Kontaktdaten der zuständigen Stellen erlauben. Das macht eine einfache Filtersuche möglich, die zu den entsprechenden Einträgen der Leistungserbringer führt.

In Grußworten betonten Dietmar Seefeldt, Landrat der Südlichen Weinstraße, Matthias Rösch, Landesbeauftragter für die Belange behinderter Menschen, und Erika Naumer-Klein von der AG Interessenvertretung ihre Freude über die gelungene Realisation des Angebots. Sie unterstrichen, wie wichtig es im Interesse der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung sowie des neuen Bundes-Teilhabe-Gesetzes sei.

Eingliederungshilfeverbund startet Internetseite

„Mit der eigenen Website erhält der Eingliederungshilfeverbund nun ein Gesicht im Internet“, konstatierte Caritas-Förderzentrumsleiter Thomas Moser als Vertreter der Leistungserbringer. Er bekräftigte, dass dieser Schritt in die Öffentlichkeit wichtig und richtig sei. „Denn es ist an der Zeit, das Wissen um den EGHV nach außen zu tragen“, sagte er. Die geballte Informations- und Wissenssammlung des EGHV und die gute Kenntnis der regionalen Bedarfe und der Angebote seien seine Stärke. „Die kommunalen Zugänge zu den Hilfen aufzuzeigen und zugänglich zu machen, ist das, was wir gut können.“ Die Entscheidung, nicht wie ursprünglich angedacht eine Broschüre mit den Hilfsangeboten aufzulegen, sondern den Internetauftritt zu favorisieren, sei richtungsweisend: „Über 80 Prozent der Nutzer suchen und finden Produkte und Dienstleistungen über das Internet.“ Jeden Tag rund um die Uhr seien die vielfältigen Informationen auf einer einzigen Plattform zu finden. Insgesamt sei das Angebot ein wichtiger Schritt zur Selbstbestimmung und Wahlfreiheit für Menschen mit Behinderung. Angesichts des derzeit noch recht kompliziert erscheinenden Bundes-Teilhabe-Gesetzes könnten sich Menschen mit Behinderung nun wenigstens gut informieren über Leistungsangebote sowie die Wege und Verfahren, sie zu nutzen. Aber auch für Sachbearbeiter bei den Sozialämtern könne die Sammlung von großem Nutzen für ihre Arbeit sein.
Auch für die Leistungserbringer berge die Homepage gute Möglichkeiten, ihre Angebote vorzustellen, auf Termine und Veranstaltungen hinzuweisen. Dass alle Leistungserbringer auf einer Plattform präsent sind, möge zwar vielleicht den Wettbewerb untereinander etwas beleben, sei aber sicher gut zu verkraften und im Sinne einer vorbildlichen Kundenorientierung.

 

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